Mountainbiking – ein Sport für den besonderen Kick
Fahrradfahren ist ein besonders beliebter Spaß, keine Frage. Es kann allerdings auch jenseits des Freizeitvergnügens als ernsthafter Sport betrieben werden. Und obwohl die Tour de France als härtestes Radrennen der Welt benannt wurde, gibt es im Radsport eine weitere Sparte, die garantiert nicht verachtet werden sollte: das Mountainbiking.
Was ist ernsthafter Mountainbikesport?
Viele Fahrradfreunde behaupten von sich, das Mountainbike dem Rennrad vorzuziehen. Und doch verkennen sie den eigentlichen Sinn, der sich hinter diesem Sportgerät und der dazugehörenden Sportart verbirgt. Sie mögen zwar die Optik des Mountainbikes, nutzen es jedoch nicht in seiner gänzlichen Vielfalt aus. Denn Mountainbiking bedeutet, den befestigten Straßen den Rücken zu kehren und stattdessen sozusagen querfeldein unwegsame Gelände zu befahren. Und dies zeichnet die Sportart Mountainbiking aus.
Ein Sport mit verschiedenen Facetten
Mountainbiker, die sich mit ihrem Bike tatsächlich jenseits der asphaltierten Luxuststrecken bewegen, wissen um die Besonderheiten ihres Freizeitspaßes. Wer allerdings ein ambitionierter Sportler dieser Sparte ist, der kennt die verschiedenen Facetten dieses Sektors und weiß, dass Mountainbiking nicht gleich Mountainbiking ist.
Besonders beliebt ist das All Mountainbiking, wobei es sich hier nicht um eine ausdrückliche Sparte des Sports sondern vielmehr um eine Vereinigung vieler Interessen handelt. Dieses Freizeitvergnügen beinhaltet, mit einem Allroundtalent unter den Geländefahrrädern verschiedene Schwierigkeitsgrade der Geländebeschaffenheit zu überwinden.
Wer jedoch die Verbindung zwischen Geländetauglichkeit und Geschwindigkeit liebt, der ist mit dem Cross-Country Mountainbiking bestens bedient. Diese inzwischen olympische Disziplin kombiniert unvergleichbar den typischen Renncharakter auf dem für das Mountainbiking charakteristischen unbefestigten Terrain.
Den ultimativen Geschwindigkeitsrausch erlebt der Mountainbiker allerdings erst beim Downhill, den man bereits aus den alpinen Skidisziplinen kennt. Ohne Mühe auf einen hohen Punkt befördert heißt es dabei, einen abschüssigen Parcours innerhalb der kürzesten Zeit zu überwinden. Angst darf hier garantiert kein Begleiter sein, wohl aber der Schutzengel, der bei manchen halsbrecherischen Geschwindigkeiten allerhand zu tun bekommt. Dennoch ist Downhill beim Mountainbiking ein Garant für den Adrenalinausstoß erster Güte.
Meisterschaften verhelfen zur Popularität
Obwohl Mountainbiking seit 1996 in der Cross-Country Variante eine gesetzte Disziplin bei den olympischen Spielen ist, ist der ernsthafte Sport nicht die Assoziation der ersten Wahl, wenn es um das Mountainbike geht. Dies tut aber der Popularität von Wettbewerben dieser Sportsparte keinen Abbruch.
Und somit rechnete man zu den Pan-American Mountain Bike Championships im April 2010 in Guatemala mit einer Rekordteilnahme. Tatsächlich hatten bereits im Vorfeld 21 sportliche Abordnungen ihre Teilnahme zugesagt und somit zahlreiche Mountainbikefreunde ins Zuschauerfeld gelockt. Und sie wurden nicht enttäuscht. Die Leistungen der Mountainbiker, vor allem im Crossbereich, konnten auch durch unangenehme Randereignisse nicht getrübt werden. Und somit nennen die Veranstalter das Event nicht nur mit Recht die kontinentale Meisterschaft des Radsports im amerikanischen Raum, sondern träumen bereits davon, dass derartige Veranstaltungen dem Mountainbikesport zu dem ihm gebührenden Ruhm verhelfen.